Dagmar
Schloss Miramare und die Erinnerung an die Novara
Blick vom Castello auf Schloss Miramare
Annäherung an das Schloss
Das Schloss – vom Meer aus gesehen
Der Garten des Schlosses von Grignano aus betreten.
Ferdinand Maximilian von Habsburg (1831-1867), Denkmal im Park des Schlosses Miramare. Der Park erstreckt sich über der Bucht von Grignano auf beiden Seiten der Küstenstraße. Als Gestalter des Parkes wird der Triestiner Botaniker Nicoló Bottacin genannt, in anderen Quellen Joseph Laube. Aber auch der böhmische Gärtner Anton Jel(l)inek, der die Weltumsegelung der Novara mitgemacht hat, wird (ab 1959) in die Gestaltung miteinbezogen (siehe Interview mit Joseph Selleny N°2). Es ist zu vermuten, dass mehrere Pflanzen aus den Expeditionsbeständen hier verwendet wurden. (vgl. Fabiani, S 66ff.)
Der Park beinhaltet über zweitausend verschiedene Pflanzenarten; Blumen, Sträucher, Bäume – einige waren von besonderer Seltenheit. Dazwischen gibt es künstlich angelegte Teiche und Lauben, Wege und Plätze, Blumenbeete, Wäldchen und ausgedehnte Wiesen, die gemeinsam die typische Atmosphäre kennzeichnen eines Landschaftsgartens des 19. Jahrhunderts (englischer Stil) ausmachen. Der WWF hat in der Bucht vor dem Schloss einen Naturschutzpark eingerichtet (Parco Marino). (vgl. Fabiano, S 66ff. und Ruaro, S 20)
Vom romantischen urwüchsig angelegten Garten tritt man in den Park mit geometrischer Gestaltung im italienischen Stil, mit ornamentalen Blumenbeeten, Statuetten und einem atemberaubenden Blick aufs Meer.
Hier findet sich auch die Kapelle von San Canciano mit einem aus dem Holz der Novara geschnitzten Kreuz, das Maximilians jüngerer Bruder Ludwig Viktor im Jahre 1900 im Gedenken an den tragischen Tod des mexikanischen Kaisers in der Apsis anbringen ließ. (vgl. Ruaro, S 20f.)
Dieses Bild ist der zweite Entwurf des Schlosses, nachdem ein erstes Projekt von Maximilian als zu wenig weitläufig abgelehnt worden war. Das Aquarell stammt aus dem Jahre 1856 und wurde von Carl Junker verfertigt. Erstmals hat das Gebäude zwei Stockwerke und ist vollständig zum Meer hin ausgerichtet. Die Bauarbeiten begannen am 1.März 1856.
(Abbildung aus Fabiani, S 16)
Bei einem Rundgang durch das Schloss betritt man als einen der ersten Räume das Arbeitszimmer Maximilians, das sogenannte Novara-Zimmer. Es wurde auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers wie das Carréheck des Admiralsschiffes der österreichischen Flotte „Novara“ gestaltet, dem Lieblingsschiff Maximilians, das mit seinem Schicksal eng verbunden war. (Abbildung aus Fabiani, S 29)
Der Globus in der Bibliothek des Schlosses hat die Weltumsegelung der Novara mitgemacht. (Abbildung aus Fabiani, S 31)
Die Bibliothek Maximilians zeugt von seinen vielfältigen Interessen: Bücher in den verschiedenen europäischen Sprachen finden sich neben Werken der italienischen und ausländischen Literatur, Sachbüchern über Geschichte, Botanik, Geografie und Kunst. (Abbildung aus Fabiani, S 31)
Die Bronzestatue des Ferdinand Maximilian von Habsburg, gestaltet 1871 von Josef Meixner, war Modell für das Denkmal, das sich in Wien befindet (Hietzinger Platz). (Abbildung aus Fabiani, S 29)
Im sogenannten „Historischen Saal“ befindet sich dieses Bild von Cesare dell’Acqua. Es zeigt die Abreise Maximilians und Charlottes nach Mexiko am 14.April 1864. Hinter dem Boot mit der mexikanischen Flagge sieht man die Fregatte „Novara“ in voller Flaggengala. Das Bild wurde 1866 nach Maximilians Anweisungen aus Mexiko gemalt.
Der Raum enthält weitere Darstellungen von Ereignissen, die vor und während der Zeit Maximilians bei der Errichtung des Schlosses eine Rolle gespielt haben.