Josef Langl
Nordpolexpedition nach Ostgrönland, 1869

Dagmars Bildbeschreibung
In Gebärdensprache
Dagmar
Bildbeschreibung
Dieses Bild ist wirklich ein Favorit.
Die Landschaft aus Felsen, Schnee und Eis wirkt sehr beeindruckend. Der rötlich gefärbte Himmel mit den schräg zerfetzten Wolken hat etwas Unwirkliches, wodurch der Eindruck entsteht, es müsse sehr gefährlich gewesen sein. Wahrscheinlich war es das auch. Die Temperaturen waren auch im Sommer sehr niedrig; Kleidung und Ausrüstungsgegenstände bei weitem nicht so entwickelt, wie wir das heute gewohnt sind. Ich denke da an wasserdichte Schuhe, die beinahe jede/r Schüler/in besitzt oder an funktionsfähige Kleidung. Deshalb erscheint mir die Menschengruppe auf dem blanken Eis des Meeres besonders beeindruckend. Wenn sie auch nur nasse Füße bekommen, kann das schon ihren Tod bedeuten.
Die Kleinheit der Menschen angesichts der Natur haben wir auf vielen Bildern gesehen. Auch hier ist es ganz deutlich.
Der Natur ein paar Erkenntnisse abzugewinnen, ist wahrscheinlich die Motivation, sich auf eine solche Fahrt zu begeben.
Wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen? Dazu ist ein Mann auf eine Eisscholle gestiegen und hantiert mit einem Gerät. Was könnte es sein? Eins Sextant oder ein Kompass? Ein Photoapparat? Die wissenschaftlichen Verfahren waren vermutlich sehr langwierig; die Gerät teuer und sperrig. Einen so großen Apparat musste man auch übers Eis tragen.
Was tun die drei Personen auf der Eisfläche? Sie haben einen Schlitten mit Kufen neben sich stehen und gerade ein Feuer auf der Eisfläche entzündet. Warten sie nur auf den Mann, der auf dem Eis arbeitet, um dann die Geräte wieder zurück zu schleppen – oder sind sie selbst Forscher, die eine andere Messung durchführen.
Die Tegetthoff-Expedition wollte – zu etwa der gleichen Zeit wie die Novara – die Nordostpassage entdecken. Dabei aber stießen sie nur auf eine Unzahl von Inseln und nannten sie Franz-Josephs-Land. Mehr als ein Jahr waren sie im Packeis eingeschlossen. Die Passage gab es nicht, wohl aber Erkenntnisse aus dem langen Aufenthalt im ewigen Eis.
Elena
Teilnehmer der Österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition
Bei der Österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition waren die Führer Karl Weyprecht und Julius Payer.
Zuständig für Proviant war Gustav Brosch und Schiffsfähnrich war Eduard Orel. Außerdem begleitete sie ein Arzt namens Julius Kepes, der sich um die Gesundheit der Leute kümmerte.
Für die Dampfmaschine zuständig war Maschinist Otto Krisch. Bootsmann auf der Expedition war Petro Lusina. Damit die Dampfmaschine immer genug Kohle hatte, war Heizer Joseph Pospischill da. Für Essen und Trinken war Koch Johann Orasch zuständig.
Die Matrosen hießen Antonio Catarinich, Antonio Scarpa, Antonio Lukinovich, Guiseppe Latkovich, Pietro Fallesich, Giorgio Stiglich, Vincenzo Palmich, Lorenzo Marola, Franceso Lettis und Giacomo Sussich.
Das waren die Leute, die im Segelschiff Tegetthoff waren.