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	<title>Museum Online - Belvedere 07</title>
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	<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 10:49:38 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Museum Online Award 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2007 09:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Gratulation an alle Beteiligten!!!!!!!
Unser Projekt hat einen der 3 Awards beim diesj&#228;hrigen Museum Online Wettbewerb gewonnen.

Zu dem Zeitpunkt wars noch spannend: Wer wird einen Preis bekommen?
Bilder und einen Bericht von der Preisverleihung gibts auf museumonline.at.
Dort gibts auch die Links zu allen 9 tollen, spannenden Projektwebseiten, die alle besucht werden wollen&#8230;.
Sch&#246;ne Ferien!!!!!!!!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gratulation an alle Beteiligten!!!!!!!<br />
Unser Projekt hat einen der 3 Awards beim diesj&#228;hrigen Museum Online Wettbewerb gewonnen.</p>
<p><img src='http://www.museumonline-belvedere07.at/wp-content/uploads/award1.jpg' alt='Museum Online Award 2007' /></p>
<p>Zu dem Zeitpunkt wars noch spannend: Wer wird einen Preis bekommen?</p>
<p>Bilder und einen Bericht von der Preisverleihung gibts auf <a href="http://www.museumonline.at/archiv/mo07/preisverleihung.php">museumonline.at</a>.</p>
<p>Dort gibts auch die Links zu allen 9 tollen, spannenden Projektwebseiten, die alle besucht werden wollen&#8230;.</p>
<p>Sch&#246;ne Ferien!!!!!!!!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Interview mit Joseph Selleny (6)</title>
		<link>http://www.museumonline-belvedere07.at/2007/05/16/interview-mit-joseph-selleny-6/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2007 10:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Joseph Selleny (6)

Sch&#252;ler/innen:  Sie wollen uns heute &#252;ber Ihre erste &#196;quator&#252;berquerung erz&#228;hlen, die an Bord der Novara stattgefunden hat. 
Selleny: Ja, gerne. Also, am 14.Juli abends hatten wir uns dem &#196;quator so weit gen&#228;hert, dass es der Mannschaft gestattet wurde, sich zur Feier der ersten &#220;berschreitung vorzubereiten und ein Vorfest zu begehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Joseph Selleny (6)<br />
</strong></p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong>  Sie wollen uns heute &#252;ber Ihre erste &#196;quator&#252;berquerung erz&#228;hlen, die an Bord der Novara stattgefunden hat. </p>
<p><strong>Selleny:</strong> Ja, gerne. Also, am 14.Juli abends hatten wir uns dem &#196;quator so weit gen&#228;hert, dass es der Mannschaft gestattet wurde, sich zur Feier der ersten &#220;berschreitung vorzubereiten und ein Vorfest zu begehen. Schon nach Sonnenuntergang erschien ein als Neptun verkleideter Bootsmann, um allen zu verk&#252;nden, dass wir demn&#228;chst den &#196;quator passieren w&#252;rden. Er hatte eine Rede einstudiert, die er aber, als er endlich sprechen durfte, nur stockend vor Aufregung von sich gab. So geriet er - zur Belustigung aller Anwesenden, trotz Per&#252;cke und bemaltem Gesicht, trotz Tierfells und Harpune - in gr&#246;&#223;te Verlegenheit. Ein weiterer Matrose half ihm aus dieser Verlegenheit und &#252;berreichte ihm einen selbst gefertigten riesigen Sextanten und eine Karte samt Zirkel. Damit konnte Neptun beweisen, dass wir am n&#228;chsten Tag tats&#228;chlich sein Reich betreten w&#252;rden und er also berechtigt sei, an denen, die das erste Mal diese Linie &#252;berschritten, eine Taufe vorzunehmen. Daraufhin ergossen sich Str&#246;me von Wasser auf alle, von den Mastk&#246;rben und den Feuerspritzen, so dass niemand trockenen Fu&#223;es blieb. Ein Teerfass, das angez&#252;ndet ins Meer geworfen wurde, leuchtete noch lange den Weg. Musik und Tanz beendeten die Festivit&#228;ten des Vorabends.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Das war erst die Vorfeier? Wie fand dann die tats&#228;chliche &#196;quatorialtaufe statt?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nun, am fr&#252;hen Morgen des 15. Juli 1857 &#252;berquerten wir also den &#196;quator (30° 15’ f&#252;r Navigationsexperten). Ich war zu diesem Zeitpunkt an Deck, denn ich wollte diese Stimmung festhalten. Das Meer war von einer gr&#252;nlichen Farbe, fast unwirklich schien es vor mir zu liegen. Dieser optische Eindruck blieb den ganzen Tag &#252;ber und es machte den Eindruck, als ob es ganz seicht w&#228;re. Bald jedoch wurde meine Aufmerksamkeit von den Ereignissen an Deck gefangen genommen.</p>
<p>Nachmittags um ein Uhr erschien wieder Neptun, diesmal in Begleitung seiner Gattin. Beide thronten auf einem W&#228;gelchen, das von sechs (verkleideten) Tritonen gezogen wurde. Die Musiker der Kapelle waren ebenfalls verkleidet; sie spielten w&#228;hrend der Fahrt des Wagens lustige Melodien. Allm&#228;hlich f&#252;llte sich das Deck mit Masken und Spa&#223;machern, Pantomimen und weiteren Meeresgottheiten. Morrock, unser gro&#223;er Jagdhund, war niemals sp&#228;ter &#228;hnlich aufgeregt wie bei dieser Versammlung der seltsamsten Gestalten.<br />
Nachdem nun der Beherrscher des Meeres eine Ansprache vor dem Commodore und dem Commandanten gehalten hatte, erkl&#228;rte er feierlich, nunmehr die  &#196;quatorialtaufe vornehmen zu wollen. Das war f&#252;r alle erfahrenen Seeleute nat&#252;rlich ein Riesespa&#223;,  die T&#228;uflinge hingegen waren gemischter Gef&#252;hle und manchen sah man die Sorge an, was denn nun kommen w&#252;rde. Jeder Matrose musste sich nun mit einer Mischung von Teer und Fett einseifen und mit einem riesigen Rasiermesser aus Blech abschaben lassen. Damit sie alle endg&#252;ltig gereinigt die s&#252;dliche Hemisph&#228;re unserer Erde betreten w&#252;rden, hatte man am Vorderdeck ein gro&#223;es Segeltuch an den vier Ecken aufgespannt und mit Wasser zu f&#252;llen versucht. Darin wurden die Matrosen f&#246;rmlich gebadet und eingetaucht, bis sie vollkommen durchn&#228;sst waren.<br />
Einige Matrosen wollten sich dieser Zeremonie durch Flucht entziehen.  Es war aber eine &#252;beraus gro&#223;e Belustigung f&#252;r die Zuschauer und f&#252;r Neptuns Helfer, diese in ihren Verstecken aufzusp&#252;ren und sie der Behandlung zuzuf&#252;hren. Das Gericht Neptuns war in diesen F&#228;llen von einer au&#223;erordentlichen Strenge; es blieb den Matrosen nichts erspart. </p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Wurden Sie auch getauft, Herr Selleny?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nat&#252;rlich. Keiner entging der &#196;quatorialtaufe. Wohl aber verfuhren die Matrosen mit dem Stabe und den Naturforschern weit sorgsamer. Niemand aber konnte ihnen entkommen, und so wurde auch ich eingeseift und gereinigt und war am Ende nass bis auf die Knochen. Hatten wir geglaubt, dass nach Rasur und Bad der ganzen Prozedur ein Ende gesetzt war, so t&#228;uschten wir uns gewaltig. Als letzter und gewaltigster Teil der &#196;quatorialtaufe flossen von den Mastk&#246;rben herunter Str&#246;me von Wasser auf alle Anwesenden und nahmen kein Ende, weil unaufh&#246;rlich vollgef&#252;llte Gef&#228;&#223;e nach oben gereicht wurden. Ich wehrte mich bald nicht mehr gegen die Wasserfluten und konnte mein Vergn&#252;gen daraus ziehen, mich selbst und meine Reisegef&#228;hrten zu beobachten. Noch lange danach hatten wir ausreichend Themen f&#252;r Gespr&#228;che und Scherze aus dieser Prozedur.  Die G&#252;sse von oben steigerten die „hydropathische Feierlichkeit“ (S 116) weiter und sie erreichte ihren H&#246;hepunkt durch ein sich steigerndes  ausgelassenes Get&#252;mmel und Geschrei aller – bis pl&#246;tzlich der Wachposten lautstark „Zwei Uhr!“ rief und sich der allgemeine Tumult beinahe schlagartig  aufl&#246;ste. Das Leben an Deck beruhigte sich und kehrte rasch wieder zur urspr&#252;nglichen Ordnung zur&#252;ck.  </p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Und Sie?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Die diensthabenden Offiziere und Matrosen mussten wohl oder &#252;bel nass ihre T&#228;tigkeit aufnehmen. Alle anderen – so auch ich – konnten sich lachend und scherzend in ihre Kabinen und Unterk&#252;nfte begeben und sich trockene Kleidung beschaffen.  Das Deck wurde aufgekehrt, die Verkleidungen weggeschafft und nach k&#252;rzester Zeit, als ich wieder nach oben kam, w&#228;re bei Beobachtern leicht der Eindruck entstanden, die ganze Zeremonie nur getr&#228;umt zu haben. Aber ich wusste: Nunmehr war ich einer von denen, die den &#196;quator &#252;berquert hatten, ein Kundiger und Wissender. Dass ich noch mehrmals diese gedachte Linie passieren w&#252;rde, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, ich dachte aber noch &#246;fter an meine Erlebnisse im Atlantischen Ozean. Nie wieder war es so vergn&#252;glich. </p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Vielen herzlichen Dank!</p>
<p><em>(Anregung entnommen aus: Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857,1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore Bernhard von W&#252;llerstorf-Urbair. Erster Band. Wien: Aus der kaiserlich-k&#246;niglichen Staatsdruckerei 1861. S 114f.)<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Texte aus dem Buch &#8220;Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde&#8221;</title>
		<link>http://www.museumonline-belvedere07.at/2007/05/16/texte-aus-dem-buch-reise-der-oesterreichischen-fregatte-novara-um-die-erde/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2007 07:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausstellungsplanung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die folgenden Texte aus &#8220;Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde&#8221; (Zitat s.u.) k&#246;nnen als Zusatzmaterial zu den einzelnen R&#228;umen und Beitr&#228;gen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verwendet werden.
(S&#228;mtliche Zitate aus: Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857,1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore Bernhard von W&#252;llerstorf-Urbair. Drei B&#228;nde.  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgenden Texte aus &#8220;Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde&#8221; (Zitat s.u.) k&#246;nnen als Zusatzmaterial zu den einzelnen R&#228;umen und Beitr&#228;gen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler verwendet werden.</p>
<p><strong>(S&#228;mtliche Zitate aus: Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857,1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore Bernhard von W&#252;llerstorf-Urbair. Drei B&#228;nde.  Wien: Aus der kaiserlich-k&#246;niglichen Staatsdruckerei 1861/62)</strong></p>
<p><strong>Pinguine</strong><br />
<em>Band I / Seite 236f. (Rechtschreibung nicht ver&#228;ndert)<br />
</em></p>
<p>„ […]   Auf dem Gange nach dem Plateau, wohin von der Ansiedlerh&#252;tte<br />
an der Nordseite des Kraterrandes ein schmaler, steiler und an mehreren Stellen ungemein beschwerlicher Pfad f&#252;hrt, kamen wir an einem Brutplatz des gelbbuschigen Spring-Punguins (Eudyptes chrysocome) vor&#252;ber, auf dem sich mindestens 500 bis 600 dieser wunderlichen Thiere befanden, welche mit langen gelben, buschigen und in Halbcirkelform &#252;ber den Augen vertheilten Federn geziert sind, und, wie die Naturforscher des Lion sehr richtig bemerken, wegen ihres eigenth&#252;mlichen Gefieders und der fast schuppenartigen Bedeckung ihrer flossen&#228;hnlichen Fl&#252;gel einigerma&#223;en an die Fischbildung erinnern. Einen Theil des Jahres im Wasser lebend, den anderen meist am Festlande zubringend, hat die Natur sie in einer Weise ausgestattet, welche diesen beiden Zwecken gerecht wird. Das h&#228;&#223;liche graubraune Gefieder der Jungen sticht so gewaltig von dem schmucken Kleide der Eltern ab, dass sie beim ersten Anblick kaum als zur selben Art geh&#246;rige Thiere erscheinen. Die Weibchen legen nur ein oder zwei Eier, und zwar im October, so dass ihre Jungen zur Zeit unseres Besuches bereits ungef&#228;hr anderthalb Monate alt waren. Diese Pinguins, so gelenk und behende im Wasser, ihrem eigentlichen Elemente, zeigen sich ziemlich schwerf&#228;llig auf dem Lande und sich daher sehr leicht zu fangen oder mit dem Stocke zu erschlagen. Nur mu&#223; man sich dabei vor ihrem langen scharfen Schnabel h&#252;ten, mit dem sie leicht ihrem Verfolger nicht unbedeutende Verletzungen beibringen k&#246;nnen. Sie haben von ihrem Brutplatze aus bereits einen f&#246;rmlichen Pfad nach dem Meeresufer ausgetreten und es zeugt zugleich von dem wunderbaren Instinct dieser Thiere, dass dieser Ort fast der einzige Punkt auf der ganzen Insel ist, welcher vom Meere aus errreicht werden kann. Es bietet ein eigenth&#252;mliches Schauspiel dar, eine Anzahl jener Spring-Pinguins zu sehen, wie sie , nachdem sie sich mit Mu&#223;e im Meer gebadet und Nahrung f&#252;r ihre Jungen gesammelt haben, mit ihren Zierlichen K&#246;pfen aus dem Wasser auftauchen, und wohlberechnend von der heranst&#252;rzenden Brandung sich ans Ufer sp&#252;len lassen, oder wie sie, mit geb&#252;cktem Kopfe von Stein zu Stein h&#252;pfend, sich pl&#246;tzlich gleich gewandten Trampolinspringern in die wilde Fluth st&#252;rzen!  […] “</p>
<p><strong>V&#246;gel</strong><br />
<em>Band I/ Seite 246 (Rechtschreibung nicht ver&#228;ndert)<br />
</em></p>
<p>„ […]  Was die Fauna St.Pauls betrifft, so erscheint eine bisher noch nicht beschriebene Art aus der Gattung der Seeschwalben (Sterna) mit korallenrothem Schnabel  und F&#252;&#223;en, schwarzem Kopfe und einem h&#246;chst zierlichen silbergrauen Gefieder, unstreitig als der sch&#246;nste unter ihren gefl&#252;gelten Bewohnern, w&#228;hrend die Pinguine (Eudyptes chrysocome) als die wunderlichsten und seltsamsten Gesch&#246;pfe der Insel angesehen werden m&#252;ssen. Au&#223;erdem kommt noch ein zierlicher, im Felsen nistender grauer Sturmtaucher (Prion vittatus) und eine braune Raubm&#246;we (Stercorarius antareticus), so wie drei Arten von Albatrossen (Diomeda exulans und chlororhynchos und Phoebtria fuliginosa) vor, welche s&#228;mmtlich in zahlreichen Exemplaren gesammelt worden sind. […]“</p>
<p><strong>Robben</strong><br />
<em>Band I/Seite 246f. (Rechtschreibung nicht ver&#228;ndert)<br />
</em></p>
<p>„ […]   Eine etwas reichere Ausbeute, als die Oberfl&#228;che, bot das Kraterbecken. Dasselbe hat eine Thiefe von 100 bis 175 Fu&#223;; dicht am Rande fiel das Senkloth bereits zehn Faden tief hinab. Versuche mit dem Schleppnetze (Drague), obwohl zu wiederholten Malen angestellt, haben zu keinerlei g&#252;nstigen Resultaten gef&#252;hrt. Dagegen lieferte die Angel manches interessante Sammlungsst&#252;ck, und Wanderungen zur Zeit der Ebbe &#252;ber die blo&#223;gelegten Felsbl&#246;cke l&#228;ngs des Ufers am Kraterbecken lohnten sich durch manchen konchyliologischen Fund. In der Mitte des Bassins trafen wir bei 34 Faden Tiefe schlammigen Grund, in der N&#228;he der hei&#223;en Quelle ungef&#228;hr 100 Fu&#223; davon entfernt bei 19 Faden, und an einer dritten Stelle an der S&#252;dseite erst bei 23 Faden. […]</p>
<p>[…]  Die B&#228;renrobben (Arctocephalus falclandicus), von denen, wie Macartney erz&#228;hlt, noch zu Ende des vorigen Jahrhunderts t&#228;glich Tausende ans Ufer kamen, um sich zu sonnen, sind dermalen g&#228;nzlich verschwunden und nur h&#246;chst selten soll eines dieser Thiere von den gegenw&#228;rtigen Bewohners der Insel gesehen und erlegt werden. Nicht einmal von den Gerippen jener Sees&#228;ugethiere, welche noch, als die Naturforscher des Lion die Insel St.Paul durchwanderten, so massenhaft umherlagen, da&#223; man sich gleichsam nur &#252;ber Knochenfelder entlang des Kraterrandes fortbewegen konnte, ist dermalen eine Spur vorhanden, und Niemand w&#252;rde ahnen, dass auf dieser Insel einst Hundertausende Robben ihren Tod gefunden haben. […]&#8221;</p>
<p><strong>Nutztiere</strong><br />
<em>Band I/Seite 247 (Rechtschreibung nicht ver&#228;ndert)<br />
</em></p>
<p>„ […]   Fast alle vierf&#252;&#223;igen Bewohner der Insel sind aus Europa oder den franz&#246;sischen Colonien durch Schiffe hierher gebrachte Hausthiere, wie Schweine, Ziegen, Katzen, Kaninchen, welche gegenw&#228;rtig im verwilderten Zustande hier leben. Die Ziegen, welche zuerst um das Jahr 1844 eingef&#252;hrt wurden, sind in gro&#223;er Anzahl im nordwestlichen Theil der Insel vorhanden; Schweine dagegen werden seltener angetroffen. W&#228;hrend unserer Anwesenheit wurde ein Schwein und eine verwilderte Katze erlegt; wenige Tage darauf fing man die f&#252;nf Jungen dieser Katze, welche aus Mangel an Nahrung freiwillig ihr Versteck verlassen hatten. Ein Hasenweibchen, das wir aus der Capstadt mitgebracht, erhielt auf der Insel die Freiheit und es war f&#252;r die Fortpflanzung dieser n&#252;tzlichen Thiere ein gl&#252;cklicher Zufall, dass sich auf der Insel bereits ein M&#228;nnchen dieser Hasenart befand. Auch ein paar G&#228;nse wurden den Ansiedlern zum Geschenke gemacht, die sich vielleicht dort fortpflanzen.</p>
<p>Da wir die Insel unbewohnt glaubten, so war es anf&#228;nglich die Absicht, mehrere Gattungen Hausthiere verschiedener Geschlechter behufs der Fortpflanzung auf St. Paul zur&#252;ckzulassen und wir hatten zu diesem Zwecke bereits in der Capstadt verschiedene Eink&#228;ufe an Nutzthieren gemacht; allein wir unterlie&#223;en dieses Vorhaben unter den herrschenden Umst&#228;nden, wo f&#252;r dieselben wenig Aussicht vorhanden schien, so lange verschont zu bleiben, um den gew&#252;nschten Erfolg zu erreichen. K&#252;he werden zuweilen von den Walf&#228;ngern des frischen Futters wegen zur Kr&#228;ftigung auf der Insel zur&#252;ckgelassen und nach einigen Monaten wieder abgeholt. […] “</p>
<p><strong>Bumerang</strong><br />
<em>Band III/ S 28f.   (Rechtschreibung nicht ver&#228;ndert)    </em></p>
<p>„ […]  Wir forderten die uns umstehenden Eingeborenen auf, den Bumerang oder Kilie zu schleudern, und waren nicht wenig erstaunt zu sehen, dass kein einziger der schon ziemlich civilisierten, schwarzen Naturs&#246;hne dieses ber&#252;hmte Wurfgescho&#223; mit sich f&#252;hrte, sondern dasselbe erst aus dem Knieholze eines benachbarten Baumstammes geschnitzt werden musste. Inde&#223; waren diese halbmonf&#246;rmige, 15 Zoll lange, 2 Zoll breite, eben so rohe, als durch ihre Flugeigenth&#252;mlichkeit merkw&#252;rdige Waffe bald angefertigt, und wenn die damit angestellten Schleuderversuche keinen richtigen Begriff von der Furchtbarkeit des Bumerang und der viel ger&#252;hmten Gewandtheit der Eingeborenen, ihn zu schleudern, gaben, so lag der Grund wohl haupts&#228;chlich darin, dass das platte rippen&#228;hnliche St&#252;ck Holz nicht jene parabolische oder hyperbolische Form besa&#223;, welche eine Hauptbedingung zu sein scheint, damit dasselbe, unter einem Winkel von mindestens 30 bis 40 Grad geworfen, in drehender Bewegung wieder nach dem Ausgangspunkte zur&#252;ckkehre. Wir haben jedoch bei einer anderen Gelegenheit Bumerangs von Eingeborenen in gro&#223;e Entfernungen mit so bewunderungsw&#252;rdigen Geschick schleudern sehen, dass dieselben jedes Mal wieder in die N&#228;he jenes Punktes zur&#252;ckkehrten, von dem aus sie geschleudert wurden. Die ganze Erscheinung des Zur&#252;ckfliegens ist so befremdend, dass man deren Richtigkeit zu weilen bezweifeln h&#246;rt, obschon eine Erkl&#228;rung leicht in der Construction der Waffe gefunden werden kann. Da n&#228;mlich dieselbe zwei v&#246;llig platte Seitenfl&#228;chen hat, so rotirt sie, gleichsam auf der Luft aufliegend, und wird durch deren Widerstand gezwungen eine Ellipse, vielleicht eine Parabel zu beschreiben, was bei jedem K&#246;rper der Fall sein d&#252;rfte, welcher flache Seiten hat und von dem der Schwerpunkt der Figur nicht mit dem Drehungsmittelpunkte &#252;bereinstimmt, sobald der Sto&#223; seitlich von der Verbindungslinie beider Punkte geschieht. Begreiflicher Weise mu&#223; f&#252;r den g&#252;nstigsten Fall der K&#246;rper derart geworfen werden, dass seine Ebenen mit den Luftschichten einen Winkel von nahe an 45 Grad bilden. […]&#8221;</p>
<p><em>Fu&#223;note</em>: Nach englischen Schriftstellern sollen bumerang&#228;hnliche Waffen auch in den Gr&#228;bern von Theben in Ober-&#196;gypten gefunden werden. Auf einem der Frescobilder, welche die Sitten und Gebr&#228;uche der alten &#196;gypter illustriren, und sich gegenw&#228;rtig im britischen Museum in London befinden, ist eine Figur im Momente dargestellt, wo sie den „Bumerang“ oder „Wurfstock“ nach einer Anzahl von Enten schleuderte, welche gerade aus dem Geb&#252;sch von Papyrusstauden auffliegen.“</p>
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		</item>
		<item>
		<title>JOSEPH SELLENY,HAUS DES ROANKIDDI-H&#196;UPTLINGS,1858</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2007 15:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fair</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bildbeschreibungen]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Bild f&#228;llt mein erster Blick auf die Kokosnussb&#228;ume. Man kann das echte Leben im Wald sehen, nicht elegant, aber gl&#252;cklich mit dem einfachem Leben in der wundersch&#246;nen Landschaft. Auf dieser Insel Puynipet wohnen viele exotische Tiere zum Beispiel die Papageien. Die Farbe dieses Bildes ist nicht sehr hell, vielleicht Nachmittag ist schon vorbei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Bild f&#228;llt mein erster Blick auf die Kokosnussb&#228;ume. Man kann das echte Leben im Wald sehen, nicht elegant, aber gl&#252;cklich mit dem einfachem Leben in der wundersch&#246;nen Landschaft. Auf dieser Insel Puynipet wohnen viele exotische Tiere zum Beispiel die Papageien. Die Farbe dieses Bildes ist nicht sehr hell, vielleicht Nachmittag ist schon vorbei oder die B&#228;ume sind zu gro&#223;, deshalb kann die Sonne nicht bis nach unten scheinen. Auf dem Bild findet sich der Sammelplatz f&#252;r Waldf&#228;nger. Sie k&#246;nnen einander dort treffen und Wasser trinken. Ich glaube, auf dieser Insel muss es hei&#223; oder warm sein. Man kann das an den Kleidern der Manschen auf dem Bild sehen. Sie tragen keine Kleidung am Oberk&#246;rpe.</p>
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		<item>
		<title>Interview mit Joseph Selleny (5)</title>
		<link>http://www.museumonline-belvedere07.at/2007/05/12/interview-mit-joseph-selleny-5/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2007 18:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Interview mit Joseph Selleny (5)
Sch&#252;ler/innen: Sie haben beim letzten Gespr&#228;ch erz&#228;hlt, dass die Sonntage auf der Novara ganz anders verlaufen seien als die Tage der restlichen Woche.
Selleny: Ja, das war eine willkommene Abwechslung, vor allem, wenn man wochenlang auf hoher See war, sehnte man den Sonntag herbei. F&#252;r mich als begleitender Maler war es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit Joseph Selleny (5)</strong></p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Sie haben beim letzten Gespr&#228;ch erz&#228;hlt, dass die Sonntage auf der Novara ganz anders verlaufen seien als die Tage der restlichen Woche.</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Ja, das war eine willkommene Abwechslung, vor allem, wenn man wochenlang auf hoher See war, sehnte man den Sonntag herbei. F&#252;r mich als begleitender Maler war es nicht so schwierig, die Tage nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Ein gemeiner Matrose hingegen hatte von Montag bis Samstag kaum freie Zeit und schon gar keine M&#246;glichkeit, sich von seinen Kollegen zu absentieren und zum Beispiel den Gedanken nachzuh&#228;ngen. Um Lagerkoller und Streitigkeiten zu vermeiden, um die Matrosen bei Laune zu halten und sie weiterhin zum Arbeiten zu motivieren, waren Zerstreuungen notwendig.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Welcher Art waren die?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nun, man beging den Sonntag vor allem einmal unserem Herrn entsprechend w&#252;rdig. Nach der Reinigung des Schiffes und der Musterung der Mannschaft gegen halb elf Uhr wurde ein kleiner Altar aufgerichtet und vom Capellan der Expedition eine Messe gelesen. S&#228;mtliche dienstfreie Matrosen und der gesamte Stab nahmen daran teil. Die Bordmusik begleitete diese mit kirchlichen Weisen und Liedern. Am Schluss wurde vom Priester das &#252;bliche Gebet f&#252;r das Kaiserhaus gesprochen und man spielte und sang die Kaiserhymne. Es war meist sehr feierlich und ergreifend, Teil einer kleinen frommen Christengemeinde auf einer schwimmenden Kapelle zu sein.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Das k&#246;nnen wir uns vorstellen. Ging dann die Arbeit wie gewohnt weiter?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nun, die anfallenden T&#228;tigkeiten mussten nat&#252;rlich immer verrichtet werden. Trotzdem konnte der dienstfreie Teil der Mannschaft am Sonntag auch die Erlaubnis erhalten sich f&#252;r einige Stunden einer T&#228;tigkeit zu widmen, die den Matrosen besonders gefiel: dem Tombolaspiel. Es war f&#252;r viele eine willkommene Abwechslung und Zerstreuung, und man h&#246;rte manch lautes und gel&#246;stes Lachen unter den Spielern. Ich selbst habe es manchmal auch mit besonderem Vergn&#252;gen betrieben. Es ist eine heitere und harmlose Belustigung, die die Spieler zum Gewinnen anspornt, aber auch das Gemeinschaftsgef&#252;hl f&#246;rdert. Noch Tage sp&#228;ter h&#246;rte man Scherzworte &#252;ber Deck schallen. Ganz selten nur ergab das Spiel Streitigkeiten, die von den Vorgesetzten rasch geschlichtet werden konnten.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Wie klang der Feiertag aus?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> An manchen Abenden wurde eine besondere Vergn&#252;gung angeboten: Die Schiffsband stellte sich beim Gro&#223;mast auf und spielte eine Stunde lang heimische Lieder und Weisen, Walzer, Polkas und Nationalt&#228;nze der teilnehmenden L&#228;nder. Dazu f&#252;hrten die Matrosen oft wunderliche T&#228;nze auf, gaben ihrer Fr&#246;hlichkeit Ausdruck und drehten sich allein oder mit einem Partner im Kreis. Besonderer Jubel brach los, wenn die Musik eine Monserina (eine italienischer Gesellschaftstanz) anstimmte.  Einige M&#228;nner haben mir immer wieder erz&#228;hlt, dass sie beim Klang der vertrauten Melodien in eine Art Erinnerung an ihre Lieben in der Heimat fielen. Erst mit dem Ende der Veranstaltung fanden sie sich wieder in der Realit&#228;t und an Deck der Novara.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Bekamen die Matrosen bei diesen Unterhaltungen nicht Heimweh?</p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nun, es war sicherlich notwendig, den Matrosen regelm&#228;&#223;ig etwas Zeit f&#252;r Vergn&#252;gungen zu g&#246;nnen. Die Arbeit ist schwer und anstrengend; die Freizeit sehr d&#252;rftig. Die Zerstreuungen sollten auch die Motivation aufrecht erhalten.  Au&#223;erdem waren diese Tanzveranstaltungen auch durchaus eine vortreffliche Art der Leibes&#252;bungen, also der sportlichen Bet&#228;tigung anderer Art. Die Eint&#246;nigkeit langer Seereisen wurde so auf angenehme Art unterbrochen.  Und aufkommendes Heimweh hilft sicherlich dabei, die Energie darauf zu konzentrieren, wohlbehalten wieder heimzukehren.</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> So war das Leben an Bord nicht nur hart. </p>
<p><strong>Selleny:</strong> Nein, durchaus nicht. Manche Scherze und Sp&#228;&#223;e wurden getrieben. Oft wurde ein Matrose von den anderen geneckt; es wurde auch gelacht. Wunderliche und kuriose M&#228;nner waren an Bord, die viel von anderen Fahrten zu erz&#228;hlen wussten. Wahrscheinlich war auch eine Menge Seemannsgarn darunter. Gemeinsam schmiedete man Pl&#228;ne f&#252;r die n&#228;chsten Landaufenthalte. Und ein ganz besonderes Ereignis war die &#220;berquerung des &#196;quators, das ich euch beim n&#228;chsten Mal genauer schildern werde. Auf Wiedersehen!</p>
<p><strong>Sch&#252;ler/innen:</strong> Auf Wiedersehen! </p>
<p>(S&#228;mtliche Zitate aus: Reise der &#246;sterreichischen Fregatte Novara um die Erde in den Jahren 1857,1858, 1859 unter den Befehlen des Commodore Bernhard von W&#252;llerstorf-Urbair. Erster Band. Wien: Aus der kaiserlich-k&#246;niglichen Staatsdruckerei 1861. S 21 ff.)</p>
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